|
Eisvogel

Silberreiher
.

Ehemalige Zellulosefabrik
.


Zeitglockenturm Wangen
Aarwangen Schloss

Restaurant Bären
|
Am linken Ufer der Aare folgen
wir dem längsten gänzlich innerhalb der Schweiz verlaufende Fluss
auf einer Naturstrasse. Bemerkenswert ist, dass die Aare mit 560 m³/s
der wasserreichere Fluss ist (Rhein: 439 m³/s). Aus hydrologischer Sicht
ist also der Rhein ein Nebenfluss der Aare, nicht umgekehrt. Richtig wäre
"Basel a myne Aare". Wer genau hinschaut, entdeckt viele Biber-Frass-Spuren
(Biber, Castor fiber). Mit etwas Glück lässt sich auch der Eisvogel
beobachten und andere Wasservögel, wie z.B. Stockenten, Gänsesäger,
Blessrallen / Taucherli, Höckerschwäne, Grau- und Silberreiher, u.v.m.
Hin und wieder hören wir die Stimme des Grünspechts, der Kohl- und
Blaumeisen und des Kleibers. (www.vogelwarte.ch) Stündlich machen wir
einen Trinkhalt. Auf der Anhöhe vor Attisholz - vielen ist der Holzverarbeiter
als Zellstoffwerk Attisholz bekannt. Bis in die 1990er Jahre stellte das damals
noch als Attisholz AG auftretende Unternehmen Papierzellstoff her. Heute befindet
sich auf dem Werkareal die SEG Solothurner Entsorgungs Ges.AG, Werk Attisholz.
Hier haben wir bei schönem Wetter eine herrliche Sicht auf die Alpengipfel.
Auf schmalen Pfaden geht es weiter durch Wald und Wiesen und vorbei am Laufwasser-Kraftwerk
der Alpiq Hydro Aare AG (www.alpiq.ch
). Seit der Wende zum 20. Jh. wird die Aare intensiv zur Gewinnung von Elektrizität
genutzt und produzieren heute nicht weniger als mit 20 Flusskraftwerke sowie
die flussgekühlten Atomkraftwerke Mühleberg, Gösgen und Beznau
Strom. Das Naturinventar Flumenthal liegt ganz in der Nähe. Wir verlassen
den Kanton Solothurn und gehen auf Berner Boden weiter. Hier gibt es zahlreiche
Renaturierungen (z.B. Bännliboden/Stutzacker) der Aare entlang. Zur Mittagszeit
erreichen wir nach etwa 3stündiger Wanderung Wangen an der Aare über die prächtige gedeckte
Eichenholzbrücke (15. Jh.) (Bundesinventar BLN). Die heutige Brücke
geht auf einen Neubau von 1549-1553 zurück und besass sieben Joche, von
denen 1845 die beiden der Stadt zugewandten durch einen Damm ersetzt wurden.
Seither ist die Brücke um rund vierzig Meter verkürzt. Verstärkungen
verbesserten ab 1934 die Tragfähigkeit des Bauwerks. Somit vermag die
über 400 Jahre alte Brücke noch heute dem Verkehr zu genügen.
Im Restaurant Stadtgarten werden wir zum Mittagessen empfangen.
Wer die Wanderung hier abbrechen
möchte, geht zum nahe gelegenen Bahnhof - Abfahrt 14:55 Uhr und trifft
uns wieder in Aarwangen Schloss im Bären.
Diejenigen, die die Wanderung fortsetzen möchten, wandern weiter am Truppenübungsplatz
sowie dem Naturschutzgebiet Vogelraupfi einer Insel bei Bannwil/BE, die verschiedenen
Vögeln u.a. dem Kiebitz, dem Flussregenpfeifer oder dem Eisvogel als Brut-,
Nist- oder Rückzugsort dient. Die Insel ist 30 Meter vom linken (nördlichen)
Flussufer entfernt, und 115 Meter vom rechten. Sie ist rund 292 Meter lang
und maximal 78 Meter breit. Die Flächenausdehnung beträgt 1,2 Hektar.
|

Kiebitz
|

Flussregenpfeifer
|

Eisvogel
|
Nach 2 ½ Stunden Aarwangen/Schloss (www.aarwangen.ch ), von wo wir
mit der Bahn zurück fahren. Aarwangen ist die drittgrösste Gemeinde
im bernischen Oberaargau. Vorher können wir uns noch einen erfrischenden
Trunk im Hotel-Restaurant Bären mit Gartenterrasse direkt an der
Aare genehmigen.
|